„Westen statt Norden“ Bretagne 14.04.17 - 01.05.17

1.Tag – 14.04. / Sonnig 14°C / MainzMerles-sur-Loison

Los geht es zur unserer neuen spontanen Tour in die Bretagne,weil an der geplanten Ostsee-Tour ein regnerisches und stürmisches Wetter für die nächsten Tage voraus gesagt wird.Um 9.45Uhr geht’s mit den neuen Drahteseln los zu unserem Merlin,der schon mit warmen Reifen schon auf uns wartet.Zuerst müssen die Räder aber in die neue Universale Hindermann-Fahrradhülle eingepackt werden.Schwerer als gedacht.Oh Mann,1 Stunde Schweißtreibende Arbeit mit Gedanken verstreutem Montagesystem!Nach korrektem Sitz der Plane und Räder ging es endlich los nach Merles-sur-Loison.

Nach staufreier Karfreitag-fahrt kamen wir gegen 15Uhr bei warmen Sonnenstrahlen auf dem Soldatenfriedhof in Merles an.Dort nochmals Fotos vom Grab meines Urgroßvater Heinrich Anton Klein gemacht der am 28.Februar 1916 gefallen war.Dann noch einen Kaffee getrunken und weiter ging es Richtung Le Mont-Saint-Michel via Departement- und Nationalstraßen vorbei an wunderschönen Landstriche.Bei Clamanges auf der D5 suchten wir uns gegen 19Uhr einen schönen Parkplatz aus um dort unsere Nacht zu verbringen.

2.Tag – 15.04. / Sonnig 14°C / D5 (Clamanges) ➩ Ardevon

Bei strahlendem Sonnenschein um 7Uhr aus dem kuscheligem Bett entknotet und das schwarzes Heißgetränk getankt.Merlin geweckt,es konnte weiter gehen.Bei Sézanne genehmigen wir uns an einer kleinen Tankstelle nochmal Croissants und Kaffee um dann gestärkt den Rest der 450km aufzunehmen.

Gegen 17.30Uhr kamen wir etwas fertig auf dem Stellplatz in Ardevon an und wurden freundlich in Empfang genommen,schnell hatten wir dann einen tollen Platz mit Blick auf den in 6km entfernten Le Mont-Saint-Michel.Klasse!Bei Abendbrot und Bier lassen wir diesen schönen und anstrengenden Tag jetzt beenden.

3.Tag – 16.04. / Sonnig 15°C / Ardevon

Heute radeln wir nach Le Mont-Saint-Michel zur viel begehrten Abtei.3km vor der Insel werden wir erstmals vom Auflauf der Touristen und den unzähligen Parkplätzen gestoppt.Da gibt es sogar Fahrradparkplätze von etwa 70m Länge.

An den kostenlosen Shuttlebussen reihen sich unzählige Menschen in Reih und Glied,optional kann man auch mit der Pferdekutsche mit 25 Leuten und 5,30€ einfache Fahrt sich zu der Insel kutschieren lassen.Selbstverständlich kann man auch laufen,was wir dann auch taten.Nach 45min. Spaziergang und wunderschöner Aussicht auf den Ärmelkanal und die Abtei kamen wir am Eingangstor an.Was uns sofort auffiel,war die starke Polizeipräsenz vor Ort.Nach schneller Taschenkontrolle der Gendarmen,schlängelten wir uns wie Lemminge durch enge verwinkelte Gassen den Berg hinauf.Es bestand zu keiner Zeit,die Gefahr zu verhungern oder zu verdursten.Unzählige Bars,Restaurants und Souvenirläden säumten den Rand.Kleinere Souvenirs gingen noch in unseren Besitz über.Nach Stärkung mit Frites und Sandwich ging es wieder runter zum Eingangstor.Mit dem vollgestopften Shuttlebus fuhren wir über den Damm zurück zum Parkplatz.Schöne Felder,grüne Wiesen zeigten uns den Weg zurück zum Stellplatz.Nachmittags fuhren wir noch eine „kleine“ Radtour über Dörfer und Feldwege mit teilweise massiven Gegenwind.Ein schöner Tag ging zu Ende.

4.Tag – 17.04. / Bedeckt 11°C / Ardevon ➩ Saint-Malo

Auf der 55km langen Fahrt nach Saint-Malo auf der D797 und D201,erster Blick auf den Atlantik vorbei an wunderschönen restaurierten Bruchsteinhäusern.Ab und An eine kurze Pause eingelegt,um einige Fotos zu schießen und die gute Salzluft einzuatmen.Auf halben Weg auch noch das französische Brüderchen P69 von Merlin (P12) getroffen,der auch Richtung Saint-Malo unterwegs war.

Gegen 14Uhr kamen wir auf dem Stellplatz „Aire de Ilots“ in Saint-Malo an.Morgen geht es in die Altstadt.

5.Tag – 18.04. / Sonnig 16°C / Saint-Malo

7:30Uhr,die Sonne strahlt uns ins Gesicht,heute wird wieder ein schöner Tag.

Ein paar Meter zur Haltestelle der Ligne 8 vor dem Stellplatz in Saint-Malo/Rothéneuf und los ging es mit dem Bus über 7km zur Altstadt.Nach 20 Minuten kamen wir an der Endhaltestelle im Hafen an.Eine wunderschöne alte Piratenfestung bei tollen Wetter beschert uns dieser Tag.Nach 4 Stunden und 6km Fußweg machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Rothéneuf zu unserem Merlin um dort den Tag gemütlich Enden zu lassen.

6.Tag – 19.04. / Sonnig 14°C / Saint-Malo ➩ Trégastel

Letzte Nacht in Saint-Malo gut geschlafen,um 10:30Uhr ging es dann weiter ins Zentrum der Bretagne.Kurzer Shopping-Halt bei Schatzi´s Einkaufstempel „Hyper U“ in Yffiniac.Gigantisches Einkaufszentrum wie „Globus“ in Deutschland.Für die nächsten Tage eingekauft,Pelforth und Panaché und auch feste Nahrung.Dann ging es weiter nach Trégastel an der „Cote Rosé“.Kurz vor dem Ort dachten wir,das kann nicht Trégastel sein und Schatzi sagte „Jetzt sind wir gleich am Ziel“ dann plötzlich standen vor dem „Cokki-Market“ und der Tourist-Info in Lannion. Häää??? Wie sich herausstellte,hatte Schatzi beim herum schmieren auf dem Smartphone aus versehen den Supermarkt angeklickt.Nach der lustigen Aufklärung ging es dann weiter zum heutigen Ziel Trégastel.Dort angekommen und einer Kaffeepause machten wir noch einen Spaziergang an der Saint-Anne Bucht die gerade Ebbe hatte und bewunderten die ca.25 Boote die auf Grund lagen.Wann kommt die Flut?

7.Tag – 20.04. / Sonnig 15°C / Trégastel

Bis jetzt unsere längste Nacht.Um 9Uhr aufgestanden,bei knackigen 7°C und puren Sonnenstrahlen. Nach dem Frühstück die Räder vom Träger gezerrt um an der Cote Rosé nach Perros-Guirec zu radeln. Nach 4km war der Radweg zu ende und es ging zu Schatzi´s Leidwesen nur noch hinauf. In Ploumanac´h dann Kehrt zum Hafen runter. Dort gab es einen schönen „Weg der Zöllner“, (Sentier des Douaniers) direkt an der Küste zwischen Megalithen die bis zu 20 Metern hoch sind. Von einem großen Felsvorsprung,schaut man auf das „Chateau Costaérès“,der Zweitwohnsitz des Komikers Dieter Hallervorden. Schräg gegenüber liegt das ehemalige Wohnhaus von Gustave Eiffel. Gegen Abend machten wir uns auf den Rückweg zum Stellplatz,da wir Hunger hatten und Schatzi etwas kochen wollte. Mit gesättigtem Leib gingen wir nochmal nach Trégastell,um das kleine Fischerdörfchen ein wenig zu erkunden.In der Bucht von Saint-Anne ist immer noch kein Wasser!

8.Tag – 21.04. / Sonnig 15°C / Trégastel ➩ Concarneau

Morgens noch Frischwasser aufgenommen und los ging es auf die 155Km lange Etappe quer durch die Bretagne,von der Nord- zur Südküste über die Monts d´Arrée. Gegen 15:30Uhr kamen wir auf dem Stellplatz „Aire du Porzou“ in 150m Entfernung zum Strand an,um dort morgen die „Ville close“ zu besichtigen.Am Abend gingen wir noch zum Strand um einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Atlantik zu erleben.

9.Tag – 22.04. / Sonnig 17°C / Concarneau ➩ îles de Ré

Um 11Uhr liefen wir den 1,5km schönen langen Küstenweg zum Hafen von Concarneau,um uns mit der Fähre zur „Ville Close“ übersetzen zu lassen.Eine befestigte,auf engem Raum zusammengedrängte kleine Stadt auf einer Insel innerhalb des Hafenbeckens von Concarneau.Im 14.Jahrhundert jedoch wurde auf dem Felsen in der Bucht die heutige befestigte Altstadt angelegt.Mit einer Ausdehnung von 350m Länge und 100m Breite ist sie nicht mit der ungleich grösseren Altstadt von Saint-Malo zu vergleichen.Nach 2 Stunden und 2 Cafe au Lait machten wir uns auf den Rückweg zu Merlin,der schon sehnsüchtig auf uns wartete um weitere 370 Kilometer bis zur île de Ré zu bewältigen.Gegen 19:30Uhr kamen wir auf dem Stellplatz in Rivedoux-Plage auf der Insel an.

10.Tag – 23.04. / Sonnig 20°C / Rivedoux-Plage • île de Ré

11Uhr sind wir los geradelt um einfach die Küstenorte zu erkunden.Wunderschöne Radwege in alle Richtungen brachten uns dann schließlich nach La Flotte in den kleinen zierlichen Bootshafen mit unzähligen Bistros,Cafés und Restaurants.Nach einer Stärkung von 2 Cafés machten wir noch einen kleinen Rundgang durch das Örtchen.Dann fuhren wir wieder die 7km bei herrlichen Sonnenwetter zurück zum Stellplatz.Abends,kurz vor Sonnenuntergang machten wir bei Ebbe noch eine Wattwanderung um dann den Tag entspannt vorbeigehen zu lassen.

11.Tag -24.04. / Sonnig 21°C / Rivedoux-Plage • île de Ré

Heute machten wir eine 18km lange Radtour auf der Insel.Von Rivedoux nach Saint-Marie-de-Re entlang von Weinreben und Zypressenwäldern.Ein kleines verschlafenes Dorf,wo es nichts zu besuchen gibt außer dem Bäcker,dem Tabakladen und dem Bistro auf der Ecke.Nach 1km auf der Grand Rue auswärts,waren wir wieder auf dem exzellenten Radweg der uns dann nochmal den Weg nach La Flotte wies.Im Hafen angekommen,gut gegessen und getrunken,die Sonnenstrahlen aufgesaugt und nun ging es wieder die Küste entlang zurück nach Rivedoux wo wir noch einen gemütlichen Abend verbrachten.

12.Tag – 25.04. / Regen 11°C / Rivedoux ➩ Châteauroux N151

Heute war den ganzen Tag leichter Regen angesagt.Heute wollten wir den Stellplatz verlassen als wir feststellen mussten,dass man mit EC-Karte nicht bezahlen konnte.Nur mit einer Kreditkarte.An der Campingplatz-Rezeption wurden wir dann für 3 Nächte 41,70€ los.Uns hat es sehr gut gefallen auf der Insel.Über die 3km lange und 27m hohe Mautbrücke (8€ Hin-&Rückfahrt) ging es über La Rochelle,Niort und Poitiers nach Châteauroux auf einen Stellplatz im Schulgebiet der Stadt,wo natürlich abends um halb 7 von den 5 Plätzen keiner mehr frei war.Also,sind wir erstmal weiter Richtung Bourges auf der N151 gefahren um eine Nacht autark zu stehen.Nach einigen Kilometer Nationale,fanden wir einen wirklich schönen großzügig angelegten Parkplatz auf dem wir unseren Tag beenden konnten.

13.Tag – 26.04. / Bewölkt 6°C / Châteauroux ➩ Auxerre

Heute wollen wir uns die Rennstrecke in Magny-Cours bei Nevers ansehen.Es sind 130km Landstraße bis dorthin über Bourges und die D2076.Vorbei an unzähligen Rapsfeldern,Getreidefeldern und Wiesen,über Hunsrück-und Eifel-ähnliche Landstriche kamen wir um die Mittagszeit dort an.Dann kam bei mir erstmal die Ernüchterung.Von Touristenattraktionen und offenen Zuschauertribünen keine Spur,alles abgeriegelt.Man konnte nicht mal einen Blick auf die Strecke erhaschen.Nur durch eine Zutrittskarte am Haupttor war das Motorsportgelände zu betreten.Sogar das Motorsport-Museum war geschlossen!!!???Mit ein wenig Enttäuschung und Frust fuhren wir weiter nach Auxerre,wo wir einen Stellplatz direkt im Zentrum und an dem Fluss Yonne fanden.So langsam ging die Sonne hinter der Kathedrale Saint-Etienne unter und wir liesen den Tag bei Panaché,Pelforth,Chips und Milka-Schokoeier zu Ende gehen.

14.Tag – 27.04. / Bewölkt 9°C / Auxerre ➩ Joinville

Los gehts heute Richtung Heimat.Verzweifelt sucht Schatzi über Google einen Super U,um Schatzis heissgeliebtes Panaché zu besorgen.Aber es gibt im Umkreis von 75km keinen Super U!!!Dann endlich,nach Fahrtstreckenänderung gibt es in Joinville einen Supermarkt den wir umgehend anfuhren,um auch noch einige andere Dinge einzukaufen.Nach dem wir im Womo alles verstaut hatten,schauten wir noch nach einem Stellplatz in der Nähe.Und siehe da,2km vom Supermarkt entfernt gibt es einen gebührenfreien Platz mit VE direkt am Marne-Kanal für 18 Mobile.Kleiner Spaziergang noch zu Lidl und somit liesen wir es für diesen Tag gut sein.

15.Tag – 28.04. / Bewölkt 10°C / Joinville ➩ Weiskirchen-Thailen

Kurz entschlossen,dass wir noch als Tourabschluss das Wochenende im Saarland auf dem Stellplatz der Schwarzrinderseen verbringen.Dann gegen 10Uhr fuhren wir los in Richtung Nancy,Metz,Thionville,Merzig nach Weiskirchen wo wir um halb 3 und 240km Etappe gut an kamen.Auf dem schönen Stellplatz suchten wir uns einen Platz aus,während dessen der Inhaber der Wohnmobil-Oase uns auf dem Platz einwies und uns sehr zuvorkommend informierte,welchen Service man hier bekommt.Morgen wollen wir die 5,5km lange Strecke nach Weiskirchen wandern.Ich hoffe das Wetter spielt mit.

16.Tag – 29.04. / Sonnig 14°C / Weiskirchen • Schwarzrinderseen

Noch einmal sonniges und warmes Wetter,um die knapp 6km lange Strecke nach Weiskirchen zu wandern.Dort im „Netto“- Discounter noch einige Lebensmittel für das Wochenende besorgt.Zwei Kaffee und zwei Biskuitrollen der Bäckerei Gillen gaben uns wieder Energie um den Rückweg über Wiesen und durch Wälder zurückzulegen.

17.Tag – 30.04. / Sonnig 14°C / Weiskirchen ➩ Mainz

Heute geht unsere schöne Reise zuende.Über die Hunsrückhöhenstrasse geht es in 1,5 Stunden zurück nach Hause.Wo wir dann auch Heil angekommen sind.

 

Insgesamt waren wir 2820 Kilometer unterwegs.